Unsere Zielsetzung

Eine Gesamtwürdigung des Widerstandes der Weissen Rose fehlt bis heute. Eine Vielzahl von Quellen und Dokumenten zur Geschichte der Weissen Rose sind noch nicht erschlossen und wissenschaftlich aufgearbeitet.

Aus diesem Grunde initiiert und fördert der Verein die Durchführung von Forschungsvorhaben.


Am 28.05.2003 wurde in der Abtei St. Bonifaz das Weisse Rose Institut e.V. gegründet.

Nach dem Gründungsakt im Senatssaal der Ludwig-Maximilians-Universität München

Nach dem Gründungsakt im Senatssaal der Ludwig-Maximilians-Universität München

Sitzend v.l.n.r.: Dr. Erich Schmorell sel. A., Dr. Marie-Luise Schultze-Jahn sel. A., Herta Siebler-Probst sel. A.
Stehend v.l.n.r.: Prof. Dr. Wolfgang Huber, Natascha Lange-Schmorell sel. A., Margaret Furtwängler-Knittel, Dr. Hubert Furtwängler sel. A., Dr. Michael Probst sel. A., Sebastian Probst.

Foto: HUWagner © Weisse Rose Institut e.V.
Anfragen zur Bildveröffentlichung richten Sie bitte an info@weisserose.info.

Herta Siebler-Probst, Witwe von Christoph Probst, im Alter von 102 Jahren gestorben

Wir trauern

Am Mittwoch, den 21. September 2016, ist unser Gründungsmitglied Herta Siebler-Probst, Witwe von Christoph Probst, im Alter von 102 Jahren gestorben.
Wir werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren.

Requiem: 28. September 2016, 16.30 Uhr, Heilig Kreuz (München-Giesing). Es zelebriert Weihbischof em. Dr. Klaus Dick (Köln)

73. Jahrestag der Hinrichtung von Sophie Scholl, Hans Scholl und Christoph Probst

15.30 Uhr Gedenkstätte JVA Stadelheim: Studierende erinnern.
Veranstalter: ESG (LMU) und KHG (LMU) München, WRI
Kranzniederlegung im Friedhof am Perlacher Forst

Gedenken am 22. Februar 2016 in Stadelheim, Foto: Alexa Busch

Gedenken am 22. Februar 2016 in Stadelheim, Foto: Alexa Busch


Bitte anmelden (info@weisserose.info oder mail@khg-leo11.de) und Personalausweis mitbringen.

72. Jahrestag der Hinrichtung von Sophie Scholl, Hans Scholl und Christoph Probst

Das Weisse Rose Institut erinnert an den 72. Jahrestag der Hinrichtung von Sophie Scholl, Hans Scholl und Christoph Probst.

15.30 Uhr Gedenkstätte JVA Stadelheim: Studierende erinnern.
Veranstalter: ESG (LMU) und KHG (LMU) München, WRI
Kranzniederlegung im Friedhof am Perlacher Forst

Bitte anmelden (info@weisserose.info oder mail@khg-leo11.de) und Personalausweis mitbringen.

70. Jahrestag der Hinrichtung von Hans Leipelt

Gedenkveranstaltung
Buchner-Hörsaal, Haus F, Fakultät für Chemie und Pharmazie LMU, 17 Uhr

Begrüßung
Dekan Prof. Dr. Karl-Peter Hopfner
Fakultät für Chemie und Pharmazie LMU

Vortrag
Prof. Dr. Ute Deichmann
Ben-Gurion Universität des Negev, Beer Sheva, Israel
Deutsche Chemiker und individuelle Verantwortung in der NS-Zeit

Musikalische Begleitung
Werner Grobholz, Violine
Christoph Probst, Violoncello
Markus Schwaiger, Piano

Namensgebung Foyer
Studierende der Fachschaften der Fakultät für Chemie und Pharmazie LMU

70. Jahrestag der Hinrichtung von Wilhelm („Willi“) Graf

Gedenkgottesdienst
18 Uhr, St. Ludwig (Ludwigstr. 22)

Predigt: Karl Kern SJ

Es singt der Chor St. Ludwig unter der Leitung von Stephan Heuberger

Mit:
Pfarrei St. Ludwig
Bund Neudeutschland Gruppe Willi Graf
Studentenwohnheim Willi Graf e.V.
Katholische Hochschulgemeinde LMU
Evangelische Studentengemeinde LMU

Vortrag
19.30 Uhr, Aula des Herzogl. Georgianums
(Professor-Huber-Platz 1)

Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz
Ein folgenreicher Blickwechsel:
Romano Guardini und die Weisse Rose

70. Jahrestag der Hinrichtung von Alexander Schmorell und Prof. Dr. Kurt Huber

Gedenkkonzert
20 Uhr, Große Aula der Ludwig-Maximilians-Universität München

E.T.A. Hoffmann – Trio
Susanne Jutz-Miltschitzky, Klavier
Alban Beikircher, Violine
Christoph Probst, Violoncello
(Enkel von Christoph Probst)

Werke von:
Ludwig van Beethoven
Ernest Bloch
Siegfried Fall

Festansprache:
Prof. Dr. Notker Hammerstein

Moderation:
Tilman Busch (Großneffe von Alexander Schmorell)
Benedikt Sepp (Urenkel von Kurt Huber)

Kartenvorverkauf:
München Ticket
Tel. (089) 54 81 81 81

Vor 70 Jahren: Die Widerstandsaktionen der Weissen Rose

Texte und Musik
19 Uhr, Otto-Borst-Saal, Haus der Geschichte Baden-Württemberg (Konrad-Adenauer-Str. 16, 70173 Stuttgart)

Lesung: Rudolf Guckelsberger
Musik: Ulrich Schlumberger (Akkordeon)

Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Anständig gehandelt. Widerstand und Volksgemeinschaft 1933-1945“
Eintritt frei

Anmeldung erforderlich
Tel. (0711) 2123989
besucherdienst@hdgbw.de

70. Jahrestag der Hinrichtung von Sophie Scholl, Hans Scholl und Christoph Probst

Ökumenischer Gedenkgottesdienst
15 Uhr, Anstaltskirche Justizvollzugsanstalt Stadelheim (Stadelheimer Str. 12)

Mit
Erzbischof Reinhard Kardinal Marx
Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm

Christoph Probst, Enkel von Christoph Probst, Violoncello
Julian Aicher, Neffe von Hans und Sophie Scholl, Lesung
Dr. Christian Alt, Enkel von Dr. Karl Alt, Lesung
Studierende

Anmeldung bis 14. Februar erforderlich
Einlaß nur mit Teilnahmebestätigung

Veranstalter:
Evang. und Kath. Gefängnisseelsorge JVA Stadelheim,
Kath. Hochschulgemeinde LMU, Evang. Studentengemeinde LMU,
Weisse Rose Institut

Anschl. Gedenken an den Gräbern, Friedhof am Perlacher Forst

Begleitend zeigen wir bis Ende Februar 2013 in der Leopoldstr. 11 zwei Ausstellungen:

„Beweist durch die Tat, dass Ihr anders denkt!“ Der Widerstand der Weißen Rose
Eine Ausstellung des ‚Weiße Rose Arbeitskreis Crailsheim e.V.‘ und des Stadtarchivs Crailsheim

Die Weiße Rose: Symbol für Widerstand im Dritten Reich. Porträts erzählen Geschichte
Eine Kunstausstellung von Sabine Rudolph, Kronberg

„Anständig gehandelt. Widerstand und Volksgemeinschaft 1933-1945“
Ausstellung im Haus der Geschichte Baden-Württemberg bis Ende März 2013.
(s.a. unter ‚Kooperationen‘)

Ausstellung „Anständig gehandelt“

Ausstellung „Anständig gehandelt“

Widerstand und Volksgemeinschaft 1933-1945

Sonderausstellung 9. Mai 2012 – 31. März 2013 im

Haus der Geschichte Baden-Württemberg
, Stuttgart

Die große Mehrheit der Deutschen behauptete nach dem Ende der NS-Diktatur, “anständig gehandelt” zu haben. Widerstand leistete zwischen 1933 und 1945 tatsächlich aber nur eine kleine Minderheit. Die Ausstellung zeigt am Beispiel konkreter Aktionen, wie sich Einzelne und Gruppen im Kleinen und Großen gegen den Nationalsozialismus zur Wehr setzten. Zugleich beleuchtet sie die Ausgrenzung der Widerstandskämpfer durch die Volksgemeinschaft und die Verfolgung durch das Terrorregime.

Anhand authentischer Exponate erzählt die Ausstellung einzelne Widerstandsgeschichten und zeigt aber auch Beispiele der Instrumentalisierung des Widerstands bis heute.

Das Weisse Rose Institut beteiligt sich als Leihgeber.

Im Learning Center im Galerieraum können Schulklassen, Gruppen und Einzelbesucher zu unterschiedlichen Aspekten der Ausstellung arbeiten.

Archivalien: ergänzende Text- und Bildquellen zum Widerstand

Bibliothek: Nachschlagewerke, Biographien, Jugendliteratur, Comics

E-Learning: Datenbank mit Text-, Bild- und Filmdokumenten zur Lokalgeschichte

Werkstatt: Workshops zur historischen Projektarbeit, Trainings von und Reflexionen über Zivilcourage.

Information:

Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Konrad-Adenauer-Str. 16, 70173 Stuttgart

Telefon: (0711) 212 3989

besucherdienst@hdgbw.de

www.widerstandsausstellung.de

Verherrlichung Alexander Schmorells

4. Februar 2012 (5. Februar 2012)

Panichida (Totengedenken) am Grab, 16 Uhr, Friedhof am Perlacher Forst. Anschließend 17 Uhr Vigil in Russ.-Orth. Kirche der ‚hll. Neumärtyrer u. Bekenner Russlands u. des hl. Nikolaus‘: die Ikone des Neumärtyrers wird in die Kirche getragen und das Megalynarion der Verehrung gesungen. Neue liturgische Texte, die das Werk des Neumärtyrers darstellen, werden gesungen und gelesen. Nachtwache.

Am Sonntag, den 05. Februar 2012, 10 Uhr Pontifikalamt (Göttliche Liturgie) mit den Metropoliten aus Orenburg, der Ukraine, San Francisco und weiteren Bischöfen in der Kathedralkirche. Anschließender Empfang der russ.-orthod. Gemeinde (geladene Gäste).

Dr. med. Marie-Luise Schultze-Jahn ist im Alter von 92 Jahren verstorben

Wir trauern

Am Dienstag, den 22. Juni 2010, ist Dr. med. Marie-Luise Schultze-Jahn im Alter von 92 Jahren verstorben. Am 13. Oktober 1944 wurde sie vom 2. Senat des sog. Volksgerichtshofs in Donauwörth zu zwölf Jahren Zuchthaus wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ verurteilt. Als Zeitzeugin hat sie jahrzehntelang an den Widerstand der Weissen Rose, insbesondere an ihren von den Nationalsozialisten hingerichteten Freund Hans Leipelt, erinnert. Sie war in verschiedenen Organisationen gesellschaftspolitisch engagiert, um immer wieder auch vor Gefährdungen unserer Demokratie zu warnen. Sie wird uns fehlen.

Wir werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren.

Trauerfeier: 02. Juli 2010, 10.30 Uhr, Friedhof am Perlacher Forst

2. Ökumenischer Kirchentag München, 12.-16. Mai 2010

13. Mai 2010 Gedenkweg Weisse Rose

15.30 Uhr Gedenkstätte JVA Stadelheim
16.00 Uhr Gedenken an den Gräbern, Friedhof am Perlacher Forst
17.00 Uhr Gedenken an Alexander Schmorell, Russ. Orth. Kirche der hll. Neumärtyrer und Bekenner Rußlands und des hl. Nikolaus
18.00 Uhr Ökumenische Andacht, Kath. Kuratie „Königin der Märtyrer“ anschl. Gespräch mit den Zeitzeugen Regine Degkwitz, Nikolay Hamazaspian, Walter Joelsen

Dr. med. Michael Probst ist im Alter von 69 Jahren verstorben

Wir trauern

Am Karfreitag, den 02. April 2010, ist Dr. med. Michael Probst im Alter von 69 Jahren verstorben. Als Gründungsmitglied u. langjähriger stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums hat er maßgeblich zum Aufbau des Weisse Rose Instituts beigetragen. Seine Freundschaft und sein Rat werden uns fehlen. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Trauerfeier: 16. April 2010, 11 Uhr, Klosterkirche Andechs

67. Jahrestag der Hinrichtung von Sophie Scholl, Hans Scholl und Christoph Probst

Pilgerinitiative auf dem Weg zum 2. Ökumenischen Kirchentag in München Gedenkweg und Gespräch mit Zeitzeugen

15.30 Uhr Gedenkstätte JVA Stadelheim; 16.45 Uhr Gedenken an den Gräbern; 17.15 Uhr Russ.-Orth. Kirche der ‚hll. Neumärtyrer u. Bekenner Russlands u. des hl. Nikolaus‘; 18.00 Kath. Kuratie ‚Königin der Märtyrer‘; 19.00 Uhr Ev.-Luth. Jesajakirche

Zeitzeugen: Regine Degkwitz, Nikolay Hamazaspian, Walter Joelsen

66. Jahrestag der Hinrichtung von Alexander Schmorell und Prof. Dr. Kurt Huber

Kranzniederlegung

Spurensuche an der Ludwig-Maximilians-Universität: Zeitzeugengespräch mit Nikolay Hamazaspian im Hauptgebäude

Medizinische Fakultät: Filmvorführung „Die Weiße Rose“ (M. Verhoeven) und Zeitzeuginnengespräch mit der Ärztin Dr. Marie-Luise Schultze-Jahn

65. Jahrestag der Hinrichtung von Alexander Schmorell und Prof. Dr. Kurt Huber

Gedenkkonzert am 13. Juli 2008

Große Aula der Ludwig-Maximilians-Universität München, 19 Uhr

Symphonisches Ensemble München

Dirigent: Felix Mayer

Solisten:

Ute Ziemer, Sopran

Bastian Lohnert, Trompete

Programm:

A. Webern: Ricercata Nr. 2

(Bearbeitung des Ricercare a 6 aus J. S. Bachs ‚Musikalischen Opfer‘)

G. F. Händel: „Ich weiß, dass mein Erlöser lebet“ (aus dem ‚Messias‘)

J. S. Bach: Kantate „Jauchzet Gott“ (BWV 51)

L. v. Beethoven: Symphonie Nr. 5 c-moll (op. 67)

Es sprechen: Prof. Dr. Wilhelm Vossenkuhl

Christiane Weisgerber, Doktorandin der Medizin

Ausstellung „Was damals Recht war …“

Ausstellung „Was damals Recht war …“


Soldaten und Zivilisten vor den Gerichten der Wehrmacht

Die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas (Berlin), das Bayerische Staatsminsterium der Justiz, die Bayer. Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, das Kulturreferat der Landeshauptstadt München, die Vereinigung ‘Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.’ und das Weisse Rose Institut präsentierten vom 11. Februar bis 30. April 2008 die Ausstellung “‘Was damals Recht war …’ Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht” der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas in der Lichthalle des Münchner Justizpalastes.

Zehntausende deutsche Soldaten und Zivilisten aus nahezu ganz Europa verloren ihr Leben durch die Entscheidungen der Wehrmachtgerichte.

Erst im Mai 2002 hob der Deutsche Bundestag die meisten Urteile der Wehrmachtjustiz aus dem Zweiten Weltkrieg auf.

Mit Ablehnung und Feindschaft begegnete die Mehrzahl der Deutschen auch nach 1945 den Opfern der Wehrmachtjustiz. Vielen gelten die Verurteilten bis heute als Verräter oder Feiglinge. Diese Sicht verstellt den Blick auf den Unrechtscharakter der deutschen Militärjustiz.

Die Ausstellung erinnert nun an die Verurteilten deutscher Kriegsgerichte.

Die Ausstellung wurde vom Beirat der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas initiiert. Die Stiftung erfüllt damit ihren gesetzlichen Auftrag, zu einem würdigen Gedenken an alle Opfer des Nationalsozialismus beizutragen.

Das Weisse Rose Institut organisierte die Besucherbetreuung (mit Infothek) und beteiligte sich am wissenschaftlichen Begleitprogramm.

Begleitend zur Ausstellung fanden folgende Vorträge auf Einladung des Weisse Rose Instituts in München statt:

Donnerstag, 13. März 2008, 19.00 Uhr

Kulturzentrum Gasteig, Rosenheimer Str. 5, Vortragssaal Bibliothek

Prof. Dr. Wolfram Wette, Universität Freiburg:

Zum Tode verurteilt wegen Kriegsverrats

Sonntag, 30. März 2008, 19.00 Uhr

Kulturzentrum Gasteig, Rosenheimer Str. 5, Black Box

Dr. Norbert Haase, Stiftung Sächsische Gedenkstätten:

Recht contra >Kriegsnotwendigkeit<.

Was folgt aus einer kritischen Erinnerungskultur der nationalsozialistischen Wehrmachtjustiz für die Gegenwart?

65. Jahrestag der Hinrichtung von Sophie Scholl, Hans Scholl und Christoph Probst

Gedenkkonzert am 22. Februar 2008

Allerheiligen-Hofkirche, Residenz München, 20 Uhr

E.T.A. – Hoffmann – Trio

Susanne Jutz-Miltschitzky – Klavier

Werner Grobholz – Violine

Christoph Probst – Violoncello

Werke von:

Franz Schubert

Sergej Rachmaninoff

Josef Gabriel Rheinberger

Herbert Blendinger

Es sprechen:

Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler

Weihbischof Engelbert Siebler

Ausstellung „4Ks 2/63 Auschwitz-Prozess Frankfurt a.M.“

Ausstellung „4Ks 2/63 Auschwitz-Prozess Frankfurt a.M.“

Der 1. Frankfurter Auschwitz-Prozess (20.12.1963-20.08.1965)

Das Bayerische Staatsminsterium der Justiz, das Weisse Rose Institut und die Vereinigung ‚Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.‘ präsentierten vom 11. Mai bis 30. Juli 2007 die Ausstellung „4Ks 2/63 Auschwitz-Prozess Frankfurt a.M.“ des Fritz Bauer Instituts (Frankfurt a.M.) in der Lichthalle des Münchner Justizpalastes.

Die „Strafsache gegen Mulka u.a.“ (Az.: 4Ks 2/63), der bis dahin größte Schwurgerichtsprozess der bundesdeutschen Justizgeschichte, wurde am 20. Dezember 1963 vor dem Schwurgericht am LG Frankfurt a.M. eröffnet. In der Hauptverhandlung wurden nicht weniger als 356 Zeugen, davon 211 Überlebende gehört. Nie zuvor hatten so viele Überlebende des zentralen Vernichtungslagers eingehender die Wahrheit und Wirklichkeit von Auschwitz bezeugen können, wurde ein so authentisches Bild der nationalsozialistischen Judenverfolgung der Welt vor Augen geführt.

Das Weisse Rose Institut war u.a. für die Erstellung des pädagogischen Angebots, die Besucherbetreuung (mit Infothek), die Schulung der guides  (in Kooperation mit der Bayer. Landeszentrale für politische Bildungsarbeit vom 09.-12. Mai 2007 im WRI) und das wissenschaftliche Begleitprogramm verantwortlich.

 

Begleitend zur Ausstellung fanden folgende Vorträge auf Einladung des Weisse Rose Instituts in München statt:

Donnerstag, 14. Juni 2007, 19.30 Uhr

Gemeindezentrum IKG, St.-Jakobs-Platz 18, Kleiner Saal

Dr. Annette Weinke, Berlin:

NS-Prozesse und „Kalter Krieg“

Die Auseinandersetzung über den juristischen Umgang mit NS-Tätern in beiden deutschen Staaten

Dienstag, 19. Juni 2007, 19.00 Uhr

Goethe-Forum, Dachauer Str. 122

Spielfim „Zeugin aus der Hölle“ (BRD/YUG 1965-67)

UA: 29.06.1967 Berlin (83 Min.). P: Artur Brauner, Aleksandar Krstic

R: Zica Mitrovic; D: Irene Papas, Heinz Drache, Daniel Gélin

Donnerstag, 28. Juni 2007, 19.30 Uhr

Gemeindezentrum IKG, St.-Jakobs-Platz 18, Kleiner Saal

Dr. Sybille Steinbacher, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Auschwitz: Massenmord und Lebensraumpläne

Donnerstag, 12. Juli 2007, 19.00 Uhr

Justizpalast, Prielmayerstr. 7, Saal 270

Prof. Dr. Edgar Wolfrum, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg:

Täterbilder

Die Konstruktion der NS-Täter durch die deutsche Nachkriegsjustiz