Archiv der Kategorie: Vorträge

70. Jahrestag der Hinrichtung von Hans Leipelt

Gedenkveranstaltung
Buchner-Hörsaal, Haus F, Fakultät für Chemie und Pharmazie LMU, 17 Uhr

Begrüßung
Dekan Prof. Dr. Karl-Peter Hopfner
Fakultät für Chemie und Pharmazie LMU

Vortrag
Prof. Dr. Ute Deichmann
Ben-Gurion Universität des Negev, Beer Sheva, Israel
Deutsche Chemiker und individuelle Verantwortung in der NS-Zeit

Musikalische Begleitung
Werner Grobholz, Violine
Christoph Probst, Violoncello
Markus Schwaiger, Piano

Namensgebung Foyer
Studierende der Fachschaften der Fakultät für Chemie und Pharmazie LMU

70. Jahrestag der Hinrichtung von Alexander Schmorell und Prof. Dr. Kurt Huber

Gedenkkonzert
20 Uhr, Große Aula der Ludwig-Maximilians-Universität München

E.T.A. Hoffmann – Trio
Susanne Jutz-Miltschitzky, Klavier
Alban Beikircher, Violine
Christoph Probst, Violoncello
(Enkel von Christoph Probst)

Werke von:
Ludwig van Beethoven
Ernest Bloch
Siegfried Fall

Festansprache:
Prof. Dr. Notker Hammerstein

Moderation:
Tilman Busch (Großneffe von Alexander Schmorell)
Benedikt Sepp (Urenkel von Kurt Huber)

Kartenvorverkauf:
München Ticket
Tel. (089) 54 81 81 81

Ausstellung „Was damals Recht war …“

Ausstellung „Was damals Recht war …“


Soldaten und Zivilisten vor den Gerichten der Wehrmacht

Die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas (Berlin), das Bayerische Staatsminsterium der Justiz, die Bayer. Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, das Kulturreferat der Landeshauptstadt München, die Vereinigung ‘Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.’ und das Weisse Rose Institut präsentierten vom 11. Februar bis 30. April 2008 die Ausstellung “‘Was damals Recht war …’ Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht” der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas in der Lichthalle des Münchner Justizpalastes.

Zehntausende deutsche Soldaten und Zivilisten aus nahezu ganz Europa verloren ihr Leben durch die Entscheidungen der Wehrmachtgerichte.

Erst im Mai 2002 hob der Deutsche Bundestag die meisten Urteile der Wehrmachtjustiz aus dem Zweiten Weltkrieg auf.

Mit Ablehnung und Feindschaft begegnete die Mehrzahl der Deutschen auch nach 1945 den Opfern der Wehrmachtjustiz. Vielen gelten die Verurteilten bis heute als Verräter oder Feiglinge. Diese Sicht verstellt den Blick auf den Unrechtscharakter der deutschen Militärjustiz.

Die Ausstellung erinnert nun an die Verurteilten deutscher Kriegsgerichte.

Die Ausstellung wurde vom Beirat der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas initiiert. Die Stiftung erfüllt damit ihren gesetzlichen Auftrag, zu einem würdigen Gedenken an alle Opfer des Nationalsozialismus beizutragen.

Das Weisse Rose Institut organisierte die Besucherbetreuung (mit Infothek) und beteiligte sich am wissenschaftlichen Begleitprogramm.

Begleitend zur Ausstellung fanden folgende Vorträge auf Einladung des Weisse Rose Instituts in München statt:

Donnerstag, 13. März 2008, 19.00 Uhr

Kulturzentrum Gasteig, Rosenheimer Str. 5, Vortragssaal Bibliothek

Prof. Dr. Wolfram Wette, Universität Freiburg:

Zum Tode verurteilt wegen Kriegsverrats

Sonntag, 30. März 2008, 19.00 Uhr

Kulturzentrum Gasteig, Rosenheimer Str. 5, Black Box

Dr. Norbert Haase, Stiftung Sächsische Gedenkstätten:

Recht contra >Kriegsnotwendigkeit<.

Was folgt aus einer kritischen Erinnerungskultur der nationalsozialistischen Wehrmachtjustiz für die Gegenwart?

Ausstellung „4Ks 2/63 Auschwitz-Prozess Frankfurt a.M.“

Ausstellung „4Ks 2/63 Auschwitz-Prozess Frankfurt a.M.“

Der 1. Frankfurter Auschwitz-Prozess (20.12.1963-20.08.1965)

Das Bayerische Staatsminsterium der Justiz, das Weisse Rose Institut und die Vereinigung ‚Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.‘ präsentierten vom 11. Mai bis 30. Juli 2007 die Ausstellung „4Ks 2/63 Auschwitz-Prozess Frankfurt a.M.“ des Fritz Bauer Instituts (Frankfurt a.M.) in der Lichthalle des Münchner Justizpalastes.

Die „Strafsache gegen Mulka u.a.“ (Az.: 4Ks 2/63), der bis dahin größte Schwurgerichtsprozess der bundesdeutschen Justizgeschichte, wurde am 20. Dezember 1963 vor dem Schwurgericht am LG Frankfurt a.M. eröffnet. In der Hauptverhandlung wurden nicht weniger als 356 Zeugen, davon 211 Überlebende gehört. Nie zuvor hatten so viele Überlebende des zentralen Vernichtungslagers eingehender die Wahrheit und Wirklichkeit von Auschwitz bezeugen können, wurde ein so authentisches Bild der nationalsozialistischen Judenverfolgung der Welt vor Augen geführt.

Das Weisse Rose Institut war u.a. für die Erstellung des pädagogischen Angebots, die Besucherbetreuung (mit Infothek), die Schulung der guides  (in Kooperation mit der Bayer. Landeszentrale für politische Bildungsarbeit vom 09.-12. Mai 2007 im WRI) und das wissenschaftliche Begleitprogramm verantwortlich.

 

Begleitend zur Ausstellung fanden folgende Vorträge auf Einladung des Weisse Rose Instituts in München statt:

Donnerstag, 14. Juni 2007, 19.30 Uhr

Gemeindezentrum IKG, St.-Jakobs-Platz 18, Kleiner Saal

Dr. Annette Weinke, Berlin:

NS-Prozesse und „Kalter Krieg“

Die Auseinandersetzung über den juristischen Umgang mit NS-Tätern in beiden deutschen Staaten

Dienstag, 19. Juni 2007, 19.00 Uhr

Goethe-Forum, Dachauer Str. 122

Spielfim „Zeugin aus der Hölle“ (BRD/YUG 1965-67)

UA: 29.06.1967 Berlin (83 Min.). P: Artur Brauner, Aleksandar Krstic

R: Zica Mitrovic; D: Irene Papas, Heinz Drache, Daniel Gélin

Donnerstag, 28. Juni 2007, 19.30 Uhr

Gemeindezentrum IKG, St.-Jakobs-Platz 18, Kleiner Saal

Dr. Sybille Steinbacher, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Auschwitz: Massenmord und Lebensraumpläne

Donnerstag, 12. Juli 2007, 19.00 Uhr

Justizpalast, Prielmayerstr. 7, Saal 270

Prof. Dr. Edgar Wolfrum, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg:

Täterbilder

Die Konstruktion der NS-Täter durch die deutsche Nachkriegsjustiz